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  • Was kommt als nächstes? Wie geht es weiter?

Die Abschlussprüfungen sind geschafft und die Feierlaune ebbt langsam ab. Jetzt beginnt für die meisten Absolventen die Vorbereitung auf den Berufseinstieg. Manch einer hat durch eine Werkstudententätigkeit oder ein Praktikum erste Kontakte zu einem Unternehmen geknüpft und hat schon eine konkrete Vorstellung von seiner beruflichen Zukunft. Für andere beginnt die Zeit der Selbstfindung. Sie versuchen die Fragen zu beantworten, was, wo und wie sie eigentlich arbeiten möchten. Die Möglichkeiten, die sich auf dem Arbeitsmarkt bieten, sind je nach Studiengang oft zahlreich. Um nicht den Überblick zu verlieren, sollte man strukturiert an die Berufsfindung herangehen.

  • Orientierungshilfen nutzen

    Berufsorientierungstest im Internet können einen ersten Anhaltspunkt geben, wo die eigenen Stärken liegen und in welchen Bereichen man sie beruflich nutzen kann. Neben dem Karriereteil in Zeitungen und Zeitschriften gibt es auch Magazine, die sich eigens mit den Themen Berufseinstieg und Arbeitswelt befassen. In den Berufsinformationszentren der Bundesagentur für Arbeit hat man die Möglichkeit, sich kostenlos über Berufe zu informieren, die zum Studienabschluss passen. Auch das Gespräch mit einem Berufsberater der Arbeitsagentur kann sich lohnen, denn dieser kennt sich in der Regel mit der aktuellen Arbeitsmarktsituation aus. Der angehende Bewerber bekommt so eine realistische Einschätzung dessen, was mit seinem Abschluss möglich ist. Berufscoachs verlangen zwar meist ein recht hohes Honorar, bieten aber eine umfassende Betreuung von einem ersten Orientierungsgespräch bis hin zur gezielten Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch.

     

  • Stellensuche strukturiert gestalten

    Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich über vakante Stellen zu informieren. Das klassische Medium, der Stellenmarkt in den regionalen und überregionalen Zeitungen, ist mittlerweile häufig auch online einzusehen. Manche Stellensuchmaschinen bieten die Option, individuell zugeschnittene Job-Newsletter zuzusenden. Oft können sich Bewerber auch ein Profil mit ihren Kontakt- und relevanten Bewerbungsinformationen anlegen. Je nach Datenschutzeinstellung haben Arbeitgeber Zugriff auf die Bewerberdaten. Auf Stellenportalen eigens für Studenten und Berufseinsteiger finden sich neben Stellenanzeigen häufig auch Bewerbungstipps. Das Career Center der Hochschule verwaltet neben internen Stellen auch externe Anzeigen. Zudem veranstaltet es auch Informationsveranstaltungen und bietet Weiterbildungsmöglichkeiten und Kurse zum Erwerb von Zusatzqualifikationen an. Speziell auf die Studienrichtung zugeschnittene Stellenportale informieren auch allgemein über das Berufsfeld und Weiterbildungsmöglichkeiten. Plant man seinen Berufseinstieg im Ausland, sollte man sich über die meist genutzten Jobbörsen des Wunschlandes informieren.

     

    Keine Suchmaschine enthält alle freien Stellen. Darum ist es ratsam, gezielt bei mehreren relevanten Portalen zu suchen. Es empfiehlt sich außerdem, direkt auf den Homepages der Unternehmen, die als Arbeitgeber in Frage kommen, nach freien Stellen zu gucken. Häufig gibt es die Option, einen Stellen-Newsletter oder einen RSS-Feed zu abonnieren. Schreibt das Unternehmen gerade keine freien Stellen in dem Bereich aus, der für den Bewerber in Frage kommt, kann man auch eine Initiativbewerbung senden. Auf manchen Karriereseiten der Arbeitgeber ist allerdings vermerkt, dass von Initiativbewerbungen abzusehen ist. Andere Firmen verweisen in ihrem Stellenportal direkt darauf, dass Initiativbewerbungen erwünscht sind und haben eigene Online-Formulare für diese Art der Bewerbung. Eine weitere Möglichkeit der Stellensuche bietet sich auf Jobmessen. Hier stellen Unternehmen sich und ihre freien Stellen vor. Vorteil bei dieser Art der Stellensuche ist, dass sich ein Bewerber persönlich mit Vertretern des Unternehmens bekannt machen kann. Auf Jobmessen kann man Firmen auch direkt seine Bewerbungsunterlagen oder eine Kurzbewerbung zukommen lassen.

  • Richtig bewerben

    Anhand der vielen Bewerbungstipps im Internet und auf dem Buchmarkt bekommen Absolventen einen Eindruck, was Personalchefs von Ihnen erwarten und wie sie sich am besten präsentieren. Wer unsicher beim Layout ist, kann eine Bewerbungssoftware benutzen. Wichtig sind der Personalabteilung vor allem ordentliche und vollständige Unterlagen. Rechtschreibfehler in Anschreiben und Lebenslauf führen meist direkt zu einer Absage. In welcher Form man sich bewerben soll und welche Anlagen zur Bewerbung gefordert sind, hängt von der Branche und vom Unternehmen ab. Folgendes ist zu beachten:

    • der Lebenslauf sollte in sich stimmig sein und nur Stationen enthalten, die man auch tatsächlich durchlaufen hat
    • das Anschreiben muss fehlerfrei sein und in seiner äußeren Form den gängigen Konventionen entsprechen: die eigene Adresse, Adresse des Arbeitgebers, Ort und Datum, Betreffzeile, Anrede, Anschreibentext und Unterschrift
    • relevante Zeugnisse und Zertifikate (Praktikums- und Arbeitszeugnisse, Zertifikate für Zusatzqualifikationen etc.)

    Bei Bewerbungen im Ausland gilt es, sich mit den lokalen Anforderungen an Bewerbungsunterlagen bekannt zu machen, denn diese unterscheiden sich oftmals in Form und Inhalt erheblich von den deutschen. Generell heißt es: wer nicht gleich nach der ersten Bewerbung eine Zusage bekommt oder auch nach vielen Wochen noch auf eine Reaktion wartet, darf sich nicht entmutigen lassen. Die meisten Bewerber müssen eine Vielzahl an Bewerbungen verschicken, bis sie die erste Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen.

     


     

    Literaturtipps zum Thema richtig bewerben

    BewerbungSchriftliche Bewerbung von Christine Öttl

    Der Ratgeber zeigt anhand vieler anschaulicher Beispiele, wie Sie Ihre Bewerbungsmappe perfekt gestalten. Tipps und Tricks aus der täglichen Praxis helfen bei der Klärung wichtiger formaler Detailfragen und geben Anregungen für das stilsichere Formulieren von Anschreiben und Lebenslauf.

     

     

     

    Ihre beste_BewerbungIhre beste Bewerbung mit CD-ROM von Christian Püttjer

    Die Karriereexperten Püttjer & Schnierda erklären anhand der ausführlich kommentierten Beispiele, wie Bewerber aussagekräftige und individuelle schriftliche Unterlagen zusammenstellen und auf diese Weise positiv aus der Masse der Mitbewerber herausragen.

     

     

     

     

     

     

     

  • Assessment-Center

    Mittlerweile geht gerade in großen Betrieben einem Vorstellungsgespräch ein Assessment-Center voraus. Hier geht es darum, sich aus dem engeren Bewerberkreis in unterschiedlichen Einzel- und Gruppenaufgaben hervorzutun. Auf unterschiedliche Testverfahren kann man sich mit Online-Übungen und Büchern vorbereiten, konkrete Tests lassen sich jedoch nicht einüben. Generell gilt, dass man sich natürlich von seiner besten Seite zeigen darf, doch verstellen sollte man sich nicht.

    Das Assessment Center – kurz AC – ist ein Personalauswahlverfahren im Bewerbungsprozess. In einem zeitlichen Rahmen von ein bis drei Tagen absolvieren die Bewerber verschiedene Assessment Center Übungen. Ziel ist es, das Verhalten und die Kompetenzen eines Bewerbers zu ermitteln um festzustellen, ob er für die vakante Stelle fachlich und charakterlich geeignet ist.

    Das Verhalten der Kandidaten im Assessment Center wird von Beobachtern, so genannten Assessoren, analysiert und bewertet. Diese können Psychologen, aber auch Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen oder von externen Beratungsfirmen sein. Anhand von Bewertungsbögen und der Einschätzung der Assessoren werden die persönlichen und fachlichen Kompetenzen der Kandidaten erfasst und am Ende ausgewertet.

    Die Assessment Center Aufgaben sind vielfältig und fordern die unterschiedlichsten Eigenschaften und Fähigkeiten des Bewerbers. Nachdem sich die Kandidaten der Gruppe und den Assessoren vorgestellt haben finden häufig Gruppendiskussionen statt. Beliebt sind auch Fallstudien, die berühmt berüchtigte Postkorbübung oder das häufig angewendete Assessment Center Rollenspiel. Am Ende eines AC wird der Bewerber meist noch in einem Interview und im Abschlussgespräch auf die Probe gestellt. Es gibt jedoch viele weit verbreitete Assessment Center Fragen, auf die man sich im Vorfeld schon gute Antworten überlegen kann. Weitere Informationen zum Assessment-Center finden Sie auf der Internetseite Absolventa.

     


    Literaturtipps zum Thema Assessment Center 

     AC für_HochschulabsolventenAssessment Center für Hochschulabsolventen mit CD-Rom von Jürgen Hesse

    Jürgen Hesse präsentiert ein umfangreiches Trainingsprogramm, detaillierte Erfahrungsberichte und informiert über: -- Ablauf und Gestaltung von Assessment Centern -- Aufgabenstellungen und Bewertungskriterien -- umfangreiches Testtraining zur Vorbereitung - -- neue Trends: Online Assessment Mit Zugangscode für berufsstrategieplus - dem Eichborn Online-Portal für Beruf, Karriere und Bewerbung.

     

     

     

     

    Assessment CenterAssessment Center von Holger Beitz

    Die Autoren stellen die einzelnen Bausteine eines Assessment Centers sowie Abläufe und Bewertungskriterien vor und machen Bewerber mit Übungsaufgaben, Beispieltests und Trainingsplan fit.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Keine Angst vor dem Vorstellungsgespräch

    Wichtig ist es, pünktlich und gut vorbereitet ist das Gespräch zu gehen. Dem Arbeitgeber fällt es auf, wenn sich ein Bewerber nicht über das Unternehmen informiert hat. Darum sollte man sich, sobald man eine Einladung zum Gespräch erhalten hat, unbedingt über das Unternehmen belesen, in dem man künftig arbeiten möchte. Auch allgemeine Kenntnisse über die Branche, in der der Arbeitgeber angesiedelt ist, können im Bewerbungsgespräch nützlich sein. Ebenso wird das zukünftige Gehalt meist im Vorstellungsgespräch zur Sprache gebracht, weshalb man sich über die branchenüblichen Gehälter informieren sollte. Fragen zum Unternehmen und den persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten als Arbeitgeber sind im Vorstellungsgespräch erwünscht. Bescheid wissen muss man als Bewerber über die Position, auf die man sich bewirbt, denn nur so lässt sich argumentieren, warum man für die Stelle geeignet ist Außerdem sollte man wissen, was in den eigenen Bewerbungsunterlagen steht, da im Gespräch auf Punkte aus dem Lebenslauf oder dem Anschreiben Bezug genommen werden kann. Auf mögliche Fragen kann man sich ruhig antworten zurechtlegen, um sicher und souverän antworten zu können. Vermeiden sollte man jedoch das Auswendiglernen von Antworten, denn dies wirkt nicht authentisch. Im online verfügbaren Trainingsprogramm für Akademiker der Arbeitsagentur können unter anderem typische Situationen im Vorstellungsgespräch durchgespielt werden. Solche Angebote finden sich auch auf anderen Plattformen. Bewerbungscoachs bereiten einen gezielt auf ein Vorstellungsgespräch vor.

    Neben der inhaltlichen Vorbereitung sollte auch die Wahl der Kleidung gut überlegt und auf die Branche abgestimmt sein. Auch wenn es keine einheitliche Kleiderordnung gibt, wird häufig ein klassisches Businessoutfit erwartet. Für männliche Bewerber beschränkt sich die Wahl in dem Fall auf Anzug, Hemd und Krawatte. Für Bewerberinnen empfehlen sich Hosenanzug oder Kostüm. Gedeckte, dunkle Farben unterstreichen Seriosität und Kompetenz. In jungen, kreativen Unternehmen kann aber ein weniger konservativer Stil erwünscht sein. Insgesamt ist ein gepflegtes Auftreten unabdingbar. Ebenso wichtig ist die richtige Körperhaltung. Wer unsicher ist, kann sich an der Körperhaltung seines Gesprächspartners orientieren. Körperspannung und ein gerade Rücken strahlen Sicherheit aus. Außerdem sollte man bei der Begrüßung und während des Gesprächs nicht verschämt zu Boden, sondern dem Gesprächspartner direkt in die Augen blicken. Beim Üben der Gesprächssituation ist es deshalb ratsam, sich selbst im Spiegel zu beobachten oder mit der Kamera aufzuzeichnen. Oft wirkt man durch Mimik und Gestik hektisch und nervös, ohne dass man sich darüber bewusst ist.

    Von der fachlichen Eignung abgesehen ist es entscheidend, ob die Chemie stimmt zwischen Bewerber und Unternehmen, also, ob der Bewerber in das bestehende Team passen würde. Bekommt man nach dem Vorstellungsgespräch eine Absage, muss man sich nicht den Mut nehmen lassen, denn wahrscheinlich wurde man nicht wegen seiner Qualifikation aussortiert und hätte sich womöglich auf lange Sicht in dem Unternehmen nicht wohlgefühlt.

     


     

    Literaturtipps zum Thema Vorstellungsgespräch

    Souverän im_VorstellungsgesprächSouverän im Vorstellungsgespräch von Christian Rüttjer mit CD-ROM

    Zahlreiche Übungen zur treff sicheren Formulierung, Fotos zur richtigen Körpersprache sowie viele Praxisbeispiele und -tipps machen Sie zum Profi in Sachen Vorstellungsgespräch.

     

     

     

     

    VorstellungsgesprächDie 100 häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch von Jürgen Hesse

    Mit diesem Ratgeber können Sie sich in kürzester Zeit auf die 100 Fragen vorbereiten, die in Vorstellungsgesprächen am häufigsten gestellt werden.

     

     

     

     

     

  • Die erste Zeit im Beruf

    Am ersten Tag beim neuen Arbeitgeber betritt man unbekanntes Terrain und ist gefordert, sich in ein bestehendes Gefüge zu integrieren. Dass man als Neuling im Job zunächst verunsichert ist, ist normal, denn man weiß meist nicht, was erwartet wird und wie die Kollegen einen aufnehmen werden. Worauf man sich aber vorbereiten kann, ist, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Es ist wichtig, angemessen gekleidet zu erscheinen. Wer zu Beginn merkt, dass er overdressed ist, kann seinen Stil den Mitarbeitern anpassen. Underdressed sollte man auf keinen Fall erscheinen, denn das wirkt nachlässig und unseriös. Alle Mitarbeiter und Vorgesetzten freundlich zu grüßen sollte selbstverständlich sein. Auch wenn es in vielen Betrieben mittlerweile üblich ist zu duzen, ist es besser abzuwarten, bis einem das Du angeboten wird.